Gerulf Pannach:Kap Horn

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“Kap Horn”
Artist: Gerulf Pannach
Albums: Yorck 17 (1996)

Am Himmel kein Stern
So schwarz ist die Nacht um Kap Horn
Ihr Wellen oh schlagt mich nicht tot!
Sturm, vergiß deinen Zorn!

Warum, Gott, warum
Nahm ich Heuer an nach diesem Schiff
Verflucht sei der Steuermann
Der mich zu sich rief

Die Wasser sind kalt
Wir stürzen bergab mit Gebrüll
Im Sturm finde ich keinen halt
Bitte, Wind! Sei doch still!

Ich wollte nie mehr, nie mehr rauf
Auf das Meer - nie mehr fahrn!
Jetzt fressen die Wellen mich auf
Oder Haie in Scharn!

Ahoi, und das Holzbein vom Käptn
Ist mein letzter Halt
Zwei Ratten in Seenot sind auch
In sein Bein verkrallt

Alo-ahe, christliche Seefahrt
Der Käptn erschießt
Die Ratten, bis uns der Sturm
Nach achtern blies

Good bye, California
Ade, Sterne von Afrika!
Ihr buckligen Gassen
Ihr Hurn von Altona!

Die Sintflut, die schwarze
Sie kommt, unser Schiff überrolln!
Wir fahrn zu den Fischen
Die Hölle kommt uns holn

Schon schmeißt die letzte Welle
Uns hoch hinauf
Der Himme wird plötzlich hell
Die Nacht reißt auf
In Altona lächelt der Tag
Vorm "Kap Horn" lieg ich da
So heißt die Kneipe
Die meine letzte war

So donnert das Leben
Bei uns in Altona!